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Riss in einem Ölbild von Rolf Mathieu 1923 - Pastellmalerei

Dr. Andreas Royé
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Bildrestaurierung: Ölbild von F.Mathieu 1923
Das mir zur Restaurierung übergebene Ölbild weist in der Leinwand einen ca. 3cm großen, leicht nach hinten gewölbtem Riss auf. Der Schaden wurde durch einen fallenden Bilderrahmen ausgelöst. Eine Ecke des Rahmens traf das an der Wand angelehnt stehende Bild.
Die Rissstelle wurde bereits mit einem rückseitig aufgeklebten Leinenstück gesichert. Hierbei wurde jedoch eine plane Ausrichtung der Rissenden nicht beachtet. Das Firnis ist sehr vergilbt und muss entfernt werden. Nach Abtragung des aufgeklebten Leinengewebes von der Rückseite führe ich zunächst eine Säuberung der Bildoberfläche durch. Nach Abtragung des aufgeklebten Leinengewebes von der Rückseite führe ich zunächst eine Säuberung der Bildoberfläche durch. Das vergilbte Firnis lässt sich gut entfernen und die ursprüngliche Farbe tritt wieder beeindruckend zu Tage. Die dargestellten Bilddokumente zeigen einen Bildausschnitt jeweils zur Hälfte gereinigt.
Interessant sind auch die Farbverunreinigungen im Bereich der Rahmenfalz. Offensichtlich wurde das Bild direkt nach der Entstehung mit noch feuchter Ölfarbe in den Rahmen gelegt, aus ungeklärtem Grund herausgenommen, um 180° gedreht und wieder gerahmt. Nur so sind die nicht zum Bildausschnitt passenden Farbabdrücke im Randbereich zu erklären.
Nach Abtragung der vergilbten Schichten erfolgt eine Glättung der Leinwand im Rissbereich. Rückseitig kann ein Leinwandflicken aufgebracht und die substanziellen Defekte der Ölfarbe wieder ausgeglichen werden. Nach einer Trockenzeit von 3-4 Wochen kann ich mit einer Angleichung der Farbe in bewährter Methode mittels der mir vorliegenden Farbpigmente beginnen.
Ein abschließender neuer Firnisauftrag schließt die Restaurierung ab.
letzte Aktualisierung: 10.08.2025
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