das Pastell - Pastellmalerei

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Pastell
Pastellmalerei

Das Wort Pastell (pastello von pasta, Paste) deutet auf einen italienischen Ursprung hin. Es handelt sich um eine junge Maltechnik und Farbe. Die ersten Pastellzeichnungen kamen Ende des 15.Jahrhunderts auf. Während bis dahin vorwiegend dreifarbige Zeichnungen gemacht wurden (Schwarz der Zeichenkohle, Farbe des Papiers und Weiß der Kreide), kam als nächste Farbe durch Beimengen von Eisenoxid der Rötelstift hinzu. Durch Hinzufügen verschiedener Farbpigmente entstanden die Kreidefarben. Diese hatten jedoch einen hohen Anteil an Bindemittel (Kreide).

Die eigentlichen weichen Pastelle beinhalten nur ein Minimum an Bindemitteln und bestehen fast auschließlich aus Farbpigmenten. Hierin begründet sich sowohl ihr Vorteil der Farbsättigung und der Wischtechnik, als auch der Nachteil der abfallenden  Pigmente.
Im 18.Jahrhundert konnte die Pastellmalerei sich direkt neben der bis dahin dominierenden Ölmalerei behaupten, um schließlich im 19.Jahrhundert von vielen Künstlern eingesetzt zu werden (z.B. Edgar Degas, Auguste Renoir, Paul Gauguin und Henri de Toulouse-Lautrec). Von der einfachen Skizze bis zum endgültigen Meisterwerk fand die Pastellkreide ihre Anwendung.
In den letzten Jahrzehnten können sämtliche Materialien immer einfacher von jedermann erworben werden. Als Hobbymaler beschäftigen sich immer mehr Menschen mit der Malkunst; umso mehr erstaunt es, dass der beeindruckende Werkstoff Pastell im Vergleich zu anderen Techniken eher weniger verbreitet ist.

Die weiche Pastellkreide ist die Grundform dieser Farbe

Grundbestandteil der Pastellkreide bzw. der Pastellstifte ist das fein gemahlene Farbpigment, welches  mit Kaolin, Ton und einer geringen Menge Bindemittel (Tragant, ein Pflanzengummi) versetzt und in Stiftform gepresst wird. Weiche Pastellkreiden sind sehr leicht im Farbauftrag.  Da die Farbpigmente durch das Bindemittel nur sehr lose verbunden sind, lassen sich die Farben leicht verreiben und mehrere Farbschichten übereinanderlegen. Aus diesen Eigenschaften ergeben sich eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten. Hieraus resultieren auch die Nachteile der ungenügenden Fixierbarkeit des Bildes. Im Fachhandel sind Pastellkreiden in hunderten von Farbabstufungen und je nach Anbieter in unterschiedlichen Formen und Stiftgrößen  erhältlich.


Harte Pastellkreiden, Pastellstifte ond Ölkreiden

Harte Kreiden unterscheiden sich von den weichen Pastellkreiden durch ihre Dichte und Härte. Die harten Kreiden eignen sich besonders zum Malen genauer Details, sowie zum Zeichnen und Skizzieren. Oft ergibt eine Kombination weicher und harter Pastellkreiden innerhalb eines Bildes reizvolle Kombinationsmöglichkeiten. Im Gegensatz zu den weichen, wasserlöslichen Pastellkreiden sind die terpentinlöslichen Ölkreiden aus Farbpigmenten, Wachsen, Ölen und tierischen Fetten hergestellt. Sie ergeben einen festeren Malfilm, können aber im Laufe von Jahren austrocknen und sind nicht unbegrenzt lagerfähig.

 
letzte Aktualisierung: 18.03.2019
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